Hendrik S.
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Ein kleiner Bericht über die Reparatur unseres Ford Focus Kombi nach einem nicht selbstverschuldeten Unfall!
Der Unfallzeitpunkt war im Februar dieses Jahres, unser Ford Focus wurde zum Autohaus geschleppt und durch einen Gutachter der Schaden ermittelt. Dann wurden Ersatzteile bestellt und der Wagen repariert. Nach 5 Wochen kam der Anruf, das Fahrzeug könnte abgeholt werden. Im Autohaus wurde nur der Schlüssel übergeben und der Leihwagen zurückgegeben.
Persönliche Übergabe am Auto mit dem Kunden? Fehlanzeige!
Zuhause habe ich dann das Auto näher betrachtet und schon beim ersten Anschauen Ungereimtheiten festgestellt. Es ist sofort ins Auge gefallen, dass die Spaltmaße überhaupt nicht zueinander passten. Kotflügel links und rechts, Motorhaube und Stoßfänger haben keinen gleichmäßigen stimmigen Eindruck hinterlassen. (Spaltmaße passen überhaupt nicht)! Von außen war dann noch erkennbar, das am Rechten Scheinwerfer der ebenfalls getauscht worden ist, das Innenleben (der Rahmen gebrochen war, hinzu kam noch das der neue Scheinwerfer vom Einbau der Kotflügel gleich mit verkratzt war). Beim Blick unter die Motorhaube kamen dann ebenfalls ein paar schöne, versteckte Überraschungen zum Vorschein. Eine nicht geclipste Klimaleitung könnte man bei dem Umfang nochmal als Flüchtigkeit durchgehen lassen. Beim Öffnen der Motorhaube fiel schon auf, dass diese recht schwergängig aus dem Schloss gesprungen war. Beim genaueren Hinsehen konnte man feststellen, dass die Passung von der Abdeckung des Kühlerpaketes gar nicht richtig saß und verkippt war. Bei der Betrachtung des Trägers des Kühlers kam dann schon eine recht sportliche Meisterleistung zum Vorschein, links die Originale Schraube und Rechts wurde mit einer Karosserieschraube in das Plastik des Trägers geschraubt. Da hier scheinbar die Originalen Verschraubpunkte beim Zusammenbau nicht mehr passten. Was für den Kunden natürlich einen nicht guten Eindruck von sach-/fachgerecht Arbeitsausführung darstellt……
Ein weiterer durchstreifender Blick ließ dann auch feststellen, dass die Schrauben nach dem einstellen der Anbauteile nicht übergepinselt wurden und man sehr offensichtlich gesehen hatte wo diese vorher gesessen hatten. Ein anschließender Blick unter das Auto hatte dann auch Fragen aufgeworfen! Da das Auto auf der Richtbank war, konnte man am rechten Längsträger noch einen Buckel sehen, der nicht wieder fachgerecht Instand gesetzt worden war und im Laufe der Zeit durch nicht vorhandenen Korrosionsschutz auch sicherlich das Rosten angefangen hätte. Diese ganzen Sachen lassen natürlich beim Kunden pure Freude sprudeln untermalt von noch Beschädigungen, die vorher noch nicht da waren. Die Schweller wurden beidseitig scheinbar schön mit einem dicken Schraubendreher demontiert, da man alle 20cm eine Schöne Macke im Lack hatte und die Clipse keinen richtigen halt mehr aufgewiesen hatten. Die Motorhaube ist im Bereich des Lochs für den Aufsteller auch schön deformiert und verformt. Die Windschutzscheibe wurde auch noch gewechselt, wovon dem Kunden leider nicht berichtet wurde, weiter waren bei beiden Zierleisten die Clipse gebrochen, dass diese gar nicht mehr am Ende gehalten haben! Zu guter Letzt, gab es dann noch nicht erklärliche Flecken auf den Rückleuchten die richtig eingebrannt waren.
Die Nachbesserung dieser auch vom Gutachter bestätigten Reparaturmängel dauerten dann auch nochmal 8 Wochen.
Als Kunde stellt man sich letztendlich die Frage wie hier gearbeitet wird, da es bei weitem keine Kleinigkeiten mehr waren. Das Gesamtbild ist für den Kunden ziemlich getrübt. Ob die Reparaturen des Fahrzeuges im Gesamten nun auch endlich sach- und fachgerecht ausgeführt worden sind, wäre durch einen Gutachter ggf. nochmals zu prüfen.
Man bringt sein Auto wegen einer Reparatur in eine Fachwerkstatt und muss es am Ende von vorne bis hinten selber kontrollieren und kann diese schön mit dem Chef ausdiskutieren!
Als Sahnehäubchen kann man sich am Empfangstresen noch ein paar Weisheiten, Ratschläge und persönliche Vorträge abholen, dass man unmöglich sei und ein Einzelfall!